Der Schweizer Golfsport in der Welt

Die ersten Golfer der Schweiz waren ausländische Feriengäste. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der Schweizer Golfsport dank der Leistungen seiner Spieler, der Organisation internationaler Turniere und des Engagements einiger seiner Führungskräfte nach und nach seinen Platz in der Welt erobert.

Golf ist heute nicht nur ein internationaler, sondern ein universeller Sport. Der Schweizer Golfsport hat darin zwar einen bescheidenen, aber dennoch bedeutsamen Platz. Hier einige Fakten: Die Schweiz stellte zwei Präsidenten der European Golf Association, Charles Falck (1961–1963) und Jean-Marc Mommer (2015–2017), sowie einen Generalsekretär, John C. Storjohann, der von 1986 bis 2011 im Amt war. Die Schweiz hat 1982 die Amateur-Team-WM für Frauen und Männer organisiert. Ihre Spielerinnen und Spieler bereisen die Welt in verschiedenen Nationalmannschaften oder auch allein. Lange Zeit nahmen ihre Profis am ehemaligen Canada Cup teil, der später zum World Cup wurde, bevor er eingestellt wurde. Heute spielen sie an zahlreichen Turnieren auf der ganzen Welt und treten bei den Olympischen Spielen an. Schliesslich ist die Schweiz Gastgeber eines internationalen Profi-Turniers, des European Masters (ehemals Swiss Open), das seit 1939 jedes Jahr auf dem Golfplatz von Crans-Montana stattfindet. Diese schrittweise Präsenz des Schweizer Golfsports in der Welt verdient es, dass man seine Geschichte erzählt. Denn die ersten Golfer, die in der Schweiz den kleinen weissen Ball schlugen, waren keine Schweizer.

Die ersten Golfplätze und Spieler

Die ersten Golfplätze in der Schweiz wurden auf Wunsch britischer Feriengäste angelegt. Ihr Entstehen hängt mit der Präsenz grosser Hotels in bekannten oder neu aufkommenden Ferienorten am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammen. Hier eine (nicht vollständige) Liste:

  • 1891 Golf St. Moritz
  • 1893 Golf Samedan
  • 1900 Golf Montreux in Aigle
  • 1902 Golf Luzern
  • 1904 Golf Les Rasses
  • 1904 Golf Interlaken
  • 1905 Golf St. Moritz-Kulm
  • 1906 Golf Montana

Das Golfspiel war mindestens bis zum Ende des Ersten Weltkriegs den Gästen der Ferienorte und Hotels vorbehalten. Die Einheimischen aus diesen Dörfern und die Stadtbewohner begannen erst nach den zwanziger Jahren selbst Golf zu spielen.

Die Golfclubs von Lausanne (1921) und Genf (1922) haben einen etwas anderen Ursprung, sind aber ebenfalls überwiegend international geprägt. Sie entstanden dank des Engagements kosmopolitischer Kreise, die sich der Bedeutung oder der Notwendigkeit bewusst waren, ausländischen Besuchern einen Golfplatz zur Verfügung zu stellen. Bereits 1898 wurde auf Initiative von Mitgliedern der New Yorker Colgate-Dynastie, die sich in Genf aufhielten, im Parc des Sports des Charmilles ein 9-Loch-Platz angelegt.

Im Jahr 1908 folgte dann ein 18-Loch-Golfplatz auf landwirtschaftlichen Flächen in Plan-les-Ouates. Dieser verschwand jedoch 1914 wieder. 1922 folgte die Eröffnung des Golfplatzes von Onex. Es waren die in Genf ansässigen internationalen Organisationen, der Völkerbund (SDN) und das Internationale Arbeitsamt (ILO) die mit Unterstützung der Hoteliers die Gründung des Golfs von Onex förderten. Der Völkerbund und das ILO garantierten dem Golfplatz sogar die Teilnahme von 100 Spielern pro Jahr. In Lausanne waren es Hoteliers und Bankiers, die das Projekt eines aus Italien stammenden Schweizer Geschäftsmannes, Oscar Dollfus, unterstützten.

Anlässlich der ersten Generalversammlung des Golf Club de Lausanne am 10. Juni 1922 fand eine Exhibition des englischen Profis Albert H. B. Roberts vom Golf Club Montreux-Aigle und des Greenkeepers Adolphe Müller statt. Die ersten dokumentierten Turniere wurden in Lausanne und Luzern organisiert. Die Gazette de Lausanne vom 16. Juni 1925 veröffentlichte den Palmarès der internationalen Schweizer Meisterschaft für Amateure und Profis, die am 14. Juni in Lausanne, auf 4 mal 9 Löchern abgehalten wurde (in Lausanne gab es damals erst 9 Löcher). Der Sieg ging an den Engländer Alex Ross, Teaching Pro im Golf Club de Genève. Seine Konkurrenten kamen aus Frankreich, Belgien und Grossbritannien. Auguste Boyer (Frankreich), Pro in Luzern, teilte den 3. und A. H. B. Roberts den 4. Rang. Der englische Pro des Golf Club de Lausanne, Maurice Freemantle, landete ebenso wie die beiden Amateure aus Lausanne, Kapitän Watson und Gordon Barr, auf den hinteren Plätzen.

Interessant an dieser Rangliste ist, dass kein Spieler mit Schweizer Pass unter den Erstplatzierten zu finden ist. Derselbe Alex Ross gewann dreimal die Schweizer Open (1923, 1925 und 1926).

Das Journal de Genève veröffentlichte in der Ausgabe vom 1. August 1926 die Rangliste einer in Zürich ausgetragenen Schweizer Profimeisterschaft (nicht zu verwechseln mit dem Swiss Open), in der Auguste Boyer (Frankreich) vor den drei Briten Alex Ross, N. Turner und Maurice Freemantle als Sieger aufgeführt ist. Bei dieser Gelegenheit wurde das erste Kollektiv der Pros der Schweizer Clubs gegründet. Der Vorstand bestand aus Briten und einem Franzosen. Kein Schweizer war dabei. Erst im Januar 1943 wurde die Schweizerische Golflehrervereinigung (ASPG), die heutige Swiss PGA, gegründet.

Lange Zeit waren es englische Pros (Alex Ross in Genf, Maurice Freemantle in Lausanne) oder französische (Auguste Boyer in Luzern), die den Schweizerinnen und Schweizern das Golfspielen beibrachten. Es ist auch Maurice Freemantle, den man mit René Payot am Abschlag von Loch 7 beim Exhibition-Match anlässlich der Einweihung des neuen Golfplatzes von Crans-sur-Sierre im Jahr 1929 sieht. 

Das allererste internationale Turnier, bei dem Spieler der Clubs aus Genf, Lausanne und Montreux-Aigle gegen französische Gäste antraten, wurde am Pfingstwochenende 1925 in Lausanne von der neuen Zeitschrift Le Golf, «dem einzigen französischsprachigen Organ, das sich für den Golfsport auf dem Kontinent interessiert», anlässlich ihrer Gründung organisiert.

Erste Schweizer an internationalen Turnieren

Die internationale Situation des Amateurgolfsports in der Schweiz im Jahr 1930 wurde von René Payot, Korrespondent in Bern für das Journal de Genève, wie folgt beschrieben: «Zum ersten Mal werden unsere Golfer an einem internationalen Turnier teilnehmen. Am 25. Mai trifft ein Schweizer Team in La Boulie bei Paris auf eine französische Nationalmannschaft. Unsere Chancen sind quasi gleich null, aber irgendwann muss man ja anfangen, und solche Spiele sind ein hervorragendes Training. Um Fortschritte zu erzielen, muss man gegen überlegene Gegner und auf Plätzen spielen, die länger sind als unsere eigenen. Derzeit ist es noch schwierig, ein Schweizer Team zusammenzustellen, das sich erfolgreich mit Ländern wie Frankreich messen kann, deren Auswahlmöglichkeiten beträchtlich sind.» 

Tatsächlich besiegte Frankreich die Schweiz mit 7:1, wobei ein Foursome und ein Einzel geteilt wurden. Die Schweizer Mannschaft bestad aus Francesco Parodi, Captain, René Payot, Max Stooss, Maurice Chauvet, H. de Pourtalès und M. Ostwald. Ein weiterre Match gegen die Franzosen fand am 31. Mai 1931 in Onex bei Genf statt. Auf einem Bild der Internationalen Schweizer Meisterschaft 1932 in Onex sind einige Schweizer Spieler zu sehen.

Erneut gewann ein Brite, H. S. Hudson, die Internationale Schweizer Meisterschaft 1934 in Crans-sur-Sierre. In Lausanne gewann der Franzose Auguste Boyer das Swiss Open 1935 vor dem Briten Francis Francis.

Die Begegnungen Schweiz-Frankreich wurden 1933 in Lausanne fortgesetzt, wo die Franzosen mit 7:2 gewannen. Das Bild der Schweizer Mannschaft wurde von einem der Spieler, Antoine Barras aus Crans-sur-Sierre, aufbewahrt.

Das Spiel Schweiz-Frankreich 1934 auf dem Golfplatz von Ormesson in Frankreich war geprägt vom Exploit des jungen Schweizer Meisters Hans Schweizer, der siegte, nachdem er 4 Down gelegen hatte. Francesco Parodi holte ebenfalls einen Punkt. Aber die Schweizer mussten erneut eine Niederlage hinnehmen. 

Wende nach dem Zweiten Weltkrieg 

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahmen die bilateralen Begegnungen zu, insbesondere mit Frankreich, Belgien und Italien, und fanden nun jährlich statt. Sie wurden abwechselnd in der Schweiz und im Land der Gegner ausgetragen. Am 19. August 1946 siegte die Schweiz gegen Belgien in Crans mit 5,5 : 3,5, wurde aber im selben Jahr von Frankreich in Chantilly bei Paris vernichtend geschlagen. 1946 fand in Samedan ein Spiel zwischen der Schweiz und der Tschechoslowakei statt. Es dauert Jahrzehnte, bis wieder ein Team aus Osteuropa antrat.

1950 fand in Paris ein erstes Dreiländerturnier zwischen Frankreich, Italien und der Schweiz statt, 1951 folgte ein Vierländerturnier zwischen Spanien, Frankreich, Italien und der Schweiz in Zürich-Zumikon und 1952 ein weiteres in Madrid. 1953 wurde das Vierer- zu einem Fünferturnier. Das Format wurde in Rom eingeführt und 1954 in Deauville fortgesetzt. Es wurde 1957 in Venedig und 1958 in Hossegor (Frankreich) fortgesetzt. 1959 entstand in Barcelona die Amateur-Team-EM, die bis heute in verschiedenen Formen ausgetragen wird.

Diese Wettbewerbe in unterschiedlichen Formaten verhindern jedoch nicht die Organisation jährlicher bilateraler Begegnungen mit Italien und Belgien. In Knokke-Le Zoute (Belgien) unterlagen die Schweizer am 11. und 12. Mai 1963 in zwei Tagen mit 12:6 in den Foursomes und Einzeln.

1958 nahm die Schweiz an der ersten Amateur-Team-WM teil, die symbolisch in St. Andrews, dem Mekka des Golfsports, stattfand Das Team mit Olivier und André Barras, Peter Gütermann und John Panchaud belegte den 14. Rang. 

Die zweite Ausgabe fand 1960 im Golf von Merion in den USA statt, die dritte 1962 in Japan. 1964 organisierte Italien 1964 die vierte Ausgabe in Rom.

Die Präsenz der Schweizer Amateure im europäischen Raum zeigt sich auch darin, dass es einige von ihnen in die Kontinentalmannschaft schafften, die gegen das Team der Britischen Inseln antrat. Olivier Barras (1932–1964) wurde dreimal selektioniert (1956-58-60). Auf dem Golfplatz von Wentworth (Surrey, England) gewann er seinen Match gegen den Engländer Alex Shepperson, einen der damals besten Amateure. 1958 verlor er in Saint-Cloud bei Paris mit 7:6 gegen Douglas Sewell. Fast zwei Jahrzente später spielte Yves Hofstetter zweimal (1974 und 1976) in der Kontinentalmannschaft. Zur kontinentalen Juniorenmannschaft, die gegen die britischen Junioren antrat, gehörten sechs Schweizer Junioren U18: Ricky Moos (1960), Martin Hodler (1961), Dieter Wälli (1961, 1962) et Michel Rey (1963); sowie 1972 zwei Junioren U21: Yves Hofstetter und Thomas (Tommy) Fortmann. Non Playing Captain war 1972 kein Geringerer als Martin Hodler.

1959 nahm das erste Schweizer Juniorenteam in Chiberta, Frankreich, an einem Junioren-Fünfkampf teil. 

1960 in Luzern kam es zu einem Sechsländerturnier, 1962 in Krefeld (Deutschland) zum Europäischen Junioren-Kriterium und 1963 in Oslo zur Junioren-Team-EM.

Erst 1965 nahm ein Schweizer Frauenteam zum ersten Mal an der Team-EM der Den Haag in den Niederlanden teil, und 1968 traten Schweizer Juniorinnen zum ersten Mal bei einer Girls-Team-EM an.

Der Canada Cup-World Cup: eine Chance für Schweizer Profis

Der Einstieg der Schweizer Profis in den internationalen Golfsport erfolgte dank dem Canada Cup sehr früh. Der kanadische Geschäftsmann John Jay Hopkins hatte diesen Wettbewerb ins Leben gerufen, an dem Teams aus zwei Profis pro Land teilnahmen, um dank dem Golfsport den Frieden und die internationale Freundschaft zu fördern. Die ersten beiden Ausgaben fanden 1953 und 1954 in Montreal statt. Ein Schweizer Team bestehend aus Robert Lanz und Otto Schöpfer nimmt zum ersten Mal an dieser zweiten Ausgabe teil.

An der dritten Ausgabe in Maryland (USA) nahmen 25 Nationen teil, darunter die Schweiz mit Robert Lanz und Ernst Bauer. Seitdem nehmen Schweizer Profis regelmässig am Canada Cup teil, der 1967 zum World Cup wurde. Der Walliser Jacky Bonvin aus Genf und Crans nahm insgesamt zehn Mal teil (1956–1961, dann 1965–1969), Otto Schöpfer acht Mal. In den darauffolgenden Jahren war Ronald Tinguely der regelmässigste Teilnehmer, 1975 feierte er gar seine 10. Teilnahme am World Cup.

Abkürzungen

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